Freitag, 13. Februar 2009

Bringt das Verfassungsgericht in Karlsruhe den Mut auf, eine EU-Diktatur- und Kriegsverfassung zu stoppen?

Der EU-Vertrag von Lissabon, der von den Regierungen nach der vorherigen Ablehnung in mehreren Volksabstimmungen leicht abgeändert ohne Volksbeteiligung durch die Parlamente gepeitscht wurde, ist noch nicht in Kraft getreten, da bisher noch die Ratifizierungen in Tschechien, Deutschland, Polen, Großbritannien und Österreich ausstehen. Die Verfassungsgerichte prüfen noch, inwiefern der EU-Vertrag mit den einzelstaatlichen Verfassungen vereinbar ist.

Ende der Gewaltenteilung
Würde der EU-Vertrag von Lissabon in Kraft treten, erhalten wir eine technokratische Exekutivdiktatur, denn auch mit den geringfügigen Verbesserungen des Vertrags für das EU-Parlament bleibt es machtlos. Eine starke Kommission stünde einem zeremoniellen EU-Parlament gegenüber, das diesen Namen nicht verdient. Dies ist eine eklatante Verletzung der Gewaltenteilung.
Selbst wenn das EU-Parlament genauso viel Macht hätte wie die bisherigen einzelstaatlichen Parlamente, so ist es doch nicht demokratisch zusammengesetzt, da bevölkerungsreiche Staaten wie Deutschland unterrepräsentiert sind, d.h. die Stimme eines Luxemburgers hat 12 mal so viel Gewicht wie die Stimme eines deutschen.

Fehlende Unabhängigkeit der EU-Richter
Doch auch der dritte Teil der Gewaltenteilung neben der Exekutive und Legislative, die Judikative, ist mangelhaft. Denn die EU-Richter werden von den einzelnen Regierungen ernannt – und Regierungen sind historisch gesehen (man denke nur an Schäuble) die größten Feinde von Grundrechten. Und ausgerechnet EU-Richter, die von den Regierungen ernannt sind, sollen den Grundrechtsschutz sicherstellen? Von echter Unabhängigkeit der Richter kann daher keine Rede sein. Im letzten halben Jahrhundert hat kein einziges Mal ein EU-Richter einen Verstoß gegen Grundrechte gemeldet. Im Zweifelsfall entscheiden diese Richter immer für die Wirtschaft und gegen soziale Belange. Die EU-Gerichtsbarkeit hat sich bisher nur dadurch ausgezeichnet, daß sie allen Entscheidungen der EU-Kommission das Label „rechtlich okay“ anheftete. Wie kann man einer solchen Judikative also noch mehr Macht zugestehen?

EU-Wettbewerb beim Sozialabbau
Schon jetzt hat die EU mit der erzwungenen Kapitalverkehrsfreiheit die Auswirkungen der jetzigen Wirtschafts- und Finanzkrise drastisch verschärft und ist einer der Hauptgründe für den sozialen Verfall in allen EU-Mitgliedsstaaten. Mehrheiten zu bilden, um soziale Belange mit der EU zu verwirklichen, ist sehr viel schwerer, als die Wirtschaft zu deregulieren. Daher ist die EU im Ergebnis eine unsoziale Union – die Auswirkungen lassen sich täglich beobachten. Während das Grundgesetz noch von einem sozialen Rechtsstaat spricht, gilt in dem EU-Vertrag von Lissabon nur die totale Marktwirtschaft – ohne soziale Attribute.

Aufrüstungszwang und Todesschüsse
Der Lissabon-Vertrag zwingt zudem jedes Mitgliedsland auch gegen den Volkswillen, stets und ständig militärisch aufzurüsten und ermöglicht, daß im Falle eines Aufstands der Bevölkerung das Militär auf die eigenen Bürger und Bürger anderer EU-Staaten schießen darf. Außerdem wird damit das Verbot der Todesstrafe aufgeweicht. Der im deutschen Grundgesetz garantierte und unantastbare Schutz der Grundrechte würde zu einer Abwägungssache abgeschwächt. Erschreckend ist, daß sich die EU mit dem Reformvertrag auch das Recht, Kriege zu führen („ius ad bellum“), zugesteht, was in einem völligen Widerspruch zum grundgesetzlichen Verbot von Angriffskriegen steht.

Entmachtung des Bundestages
Der Bundestag könnte nur noch zu 10 Prozent eigene Politik gestalten und müßte die restlichen 90 Prozent aus Brüssel durchwinken. Zwar ist dies größtenteils schon jetzt der Fall, jedoch sind es jetzt immerhin noch etwa 20 Prozent, die der Bundestag selbst entscheiden darf.

Ermächtigungsgesetz
Hinzu kommt, daß dieser EU-Reformvertrag von Lissabon unehrlich ist. Er bringt die Macht einer Verfassung mit sich, ohne die Völker darüber abstimmen zu lassen. Er vermeidet die Symbolik eines Bundesstaates und hat doch mehr Macht über seine Mitgliedstaaten als die Bundesebene in Deutschland über die Bundesländer. Und bei Bedarf kann die EU immer weitere Befugnisse von den Mitgliedstaaten an sich reißen – das „vereinfachte Änderungsverfahren“ erlaubt dies und ist damit nichts anderes als ein Ermächtigungsgesetz. Bundestag und Bundesrat könnten dazu höchstens noch Stellungnahmen abgeben und darin ihrem Protest Ausdruck verleihen, jedoch zeigt die bisherige Praxis, das derartige Proteste bei der EU ohne Umweg direkt in den Shredder wandern.

Gute Gründe für eine Ablehnung des Reformvertrags
Was tatsächlich in den Shredder wandern sollte, ist dieser vollkommen überdimensionierte, für die meisten Bürger unlesbare Reformvertrag. Eine EU-Verfassung können sich nur die Völker der Mitgliedstaaten in einer europaweiten Volksabstimmung geben. Sie sollte für jeden Bürger verständlich sein und sich auf Grundsätze beschränken. Das Recht auf Kriege, die Todesstrafe, Militäreinsätze gegen die eigenen Bevölkerungen, die Festschreibung des Marktfundamentalismus und die Verpflichtung zur Aufrüstung gehören in keine Verfassung der Welt – jeder einzelne Punkt ist Grund genug, dieses Vertragswerk abzulehnen.

Skandal: Reformvertrag beschlossen, ohne ihn zu lesen
Vielleicht wäre dies auch den Bundestagsabgeordneten aufgefallen, die diesem für Europa unwürdigen Text zugestimmt haben, wenn sie sich die Zeit genommen hätten, den Text zu lesen, der das Grundgesetz diesem Reformvertrag als nachrangig unterordnet. Selbst wenn sie versucht hätten, diesen Text zu lesen, dann wäre dies auch nicht möglich gewesen, da der Text vor der Abstimmung nicht vollständig auslag. Schon die Art, wie diese Abstimmung zustande gekommen ist, ist ein Skandal. Daß Bundespräsident Köhler seine Unterschrift darunter gesetzt hat, obwohl das Verfassungsgericht in Karlsruhe über die Vereinbarkeit mit unserem Grundgesetz noch nicht abschließend befunden hatte, ist ein weiterer Skandal. Doch davon berichten die Mainstreammedien nicht – dafür war in den unkritischen Jubelmeldungen der gleichgeschalteten Presse offenbar kein Platz. Cheerleader der Macht - dazu sind unsere Medien verkommen.

Wirtschaftsdiktatur verhindern!
Ein gemeinsames Europa ist eine gute Idee, hat aber nur eine dauerhafte Chance, wenn es durch und durch demokratisch ist und wenn es eine funktionierende Gewaltenteilung hat. Nichts geringeres haben die Völker Europas verdient - eine Union der Menschen, nicht eine Union der Konzerne. Die politische Kaste weiß dies und fürchtet daher Volksabstimmungen, denn diese Politiker stehen im Dienste der Wirtschaft, nicht der Bürger.

Wenn dieser EU-Reformvertrag in seiner jetzigen Form wirksam würde, dann wäre dies das Ende der sozialen Demokratie in der EU und der Anbeginn einer kalten Banken-, Industrie- und Lobbydiktatur, in der einzig das Gesetz des wirtschaftlich Starken gilt.

Sehen Sie hierzu eine interessante Rede von Professor Dr. Schachtschneider, der gegen den Lissabon-Vertrag in Karlsruhe eine Klage eingereicht hat. Dabei behandelt er unter anderem folgende Themen: Austritt aus der EU, Gentechnik, Profiteure der EU, Todesstrafe, Redefreiheit, Aushöhlung der Republik, Globalisierung, Agrarmarkt, Umweltstandards, europäischer Haftbefehl, Ratifizierung des Vertrags, EU-Parlament, EU-Gerichtshof, EU-Steuern, Krieg und Demokratie:


Link hierzu mit weiteren Details:
Das Unrecht des Vertrages von Lissabon

Schuldenbremse der Regierungskoalition: drastischer Sozialabbau und Verarmung als Folge?

Oberflächlich gesehen klingt es gut, wenn man die Höhe der neuen Staatsschulden begrenzen möchte. Doch in der Praxis wirkt eine Schuldenbremse in einem wirtschaftlichen Abschwung wie ein kräftiger Tritt aufs Gaspedal – die Fahrt in den Abgrund beschleunigt sich.

Arbeitslosigkeit wirksam vermeiden durch Schuldenbremse unmöglich
In wirtschaftlich schwierigen Zeiten war es bisher – wenn auch durch die unsinnigen Maastricht-Kriterien schon eingeschränkt – möglich, durch eine Kreditaufnahme mit Hilfe des Staates die Wirtschaft anzukurbeln, indem das Geld für überfällige Reparatur- und Baumaßnahmen verwendet wird, indem in Bildung investiert wird oder indem die Unterschicht entlastet wird. Denn dadurch sinkt die Arbeitslosigkeit, was wiederum zur Folge hat, daß dem Staat die Steuereinnahmen nicht völlig wegbrechen. Denn in einem solchen Fall fehlen dem Staat in der Regel viel mehr Einnahmen, als ohne ein Konjunkturpaket.

Im Abschwung sparen läßt Schuldenberg erst recht steigen
Als Paradebeispiel bietet sich die Amtszeit von Ex-Finanzminister Hans Eichel an: er wollte im Wirtschaftsabschwung nicht investieren, sondern sparen. Dadurch brachen ihm die Steuereinnahmen derart weg, daß er im Endeffekt mehr Schulden aufnehmen mußte, als ein Konjunkturprogramm gekostet hätte. Dieser Sachverhalt wird in den Wirtschaftswissenschaften als „prozyklische“ Politik bezeichnet: man spart sich in den Abschwung hinein. Was bei einer einzelnen Person funktioniert, nämlich bei Knappheit zu sparen, ist für die Gesamtwirtschaft Gift. Diese keynesianische Erkenntnis ist nicht neu, paßt jedoch nicht in die neoliberalen Glaubensthesen. Neoliberale Finanzminister, egal welcher Partei, kennen leider seit 30 Jahren nicht mehr den Unterschied zwischen Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaft.

Regierung gestattet Schulden für Banken, nicht jedoch für Bürger und Zukunftsinvestitionen
Doch die geplante Schuldenbremse der Föderalismuskommission hat noch einen weiteren Haken: sie soll erst nach den Banken-Rettungsgeldern eingeführt werden. Das heißt, daß die korrupten Bankster noch kräftig davon profitieren werden, daß der Staat sich für sie massiv verschuldet. Wenn es dann an die Abzahlung der Staatskredite geht, soll eine Schuldenbremse bewirken, daß der normale Bürger bluten muß: selbst massive Staatskürzungen bei Bildung, bei Gesundheit, bei Sozialem, bei der Rente werden kaum reichen, um all das, was die Merkel-Regierung den Banken in den gierigen Schlund geworfen hat, auszugleichen. Der größte Sozialabbau seit Bestehen der Bundesrepublik wäre die Folge. „Noch einmal die Staatsfinanzen für die eigene Klientel ausnehmen und danach brutalst möglich bei den Sozialausgaben und der öffentlichen Daseinsvorsorge sparen - darauf läuft diese Schuldenbremse hinaus“, ist sich Hendrik Auhagen vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis sicher.

Investitionen zahlen sich aus
Dabei rechnen sich Investitionen eines clever angelegten Konjunkturprogramms oft: nimmt man einen Kredit mit 3 Prozent Zinsen auf, um Bildung zu fördern, erhält man intelligentere Absolventen, die später höher qualifizierte und besser bezahlte Berufe ausüben können – und dadurch höhere Steuern zahlen können. Den 3 Prozent Zinsen steht im Durchschnitt eine Rendite von 10 Prozent gegenüber. Der neoliberale Medien- und Politikmainstream ignoriert diesen Zusammenhang und bezeichnet trotz der früheren Erfolge von deutschen Konjunkturprogrammen ("Globalsteuerung") jedes Gegensteuern im Abschwung als "Strohfeuer".

Todesstoß für Binnennachfrage - Arbeitslosigkeit explodiert
Durch all diese Kürzungen hätten die Bürger weniger Geld, könnten weniger kaufen – was die ohnehin schwache Binnennachfrage in Deutschland weiter als bisher in den Abgrund reißen wird - und je stärker die Nachfrage sinkt, desto höher fällt die Arbeitslosigkeit aus. Selbst eine Rot-rot-grüne Regierung hätte dann keinen Spielraum mehr für eine sozialere Politik. Und darauf zielt diese Schuldenbremse in Wirklichkeit auch ab: politisch vorzusorgen, daß die Wut der Bevölkerung über die Vergeudung ihrer Steuergelder folgenlos bleibt.

Denkfehler Schulden: bei wem wird geliehen?
Ein weiterer Aspekt ist der weit verbreitete Denkfehler, daß mit Staatsschulden zukünftige Generationen über Gebühr belastet werden. Doch zukünftige Generationen erben nicht nur die Schulden, sondern auch die Guthaben, denn einem Schuldner steht auch immer derjenige gegenüber, der verleiht. Es ist also kein Verteilungsproblem zwischen der heutigen und der zukünftigen Generation, sondern ein Verteilungsproblem innerhalb einer Generation: zwischen den Armen und dem Mittelstand auf der einen Seite – und den Wohlhabenden, die über Bundesschatzbriefe oder Bankaktien der Bankhäuser verfügen, welche dem Staat das Geld verleihen. Groteskerweise muß der Staat von denen, denen er die Steuern im letzten Jahrzehnt massiv gesenkt hat, nun das Geld leihen, das ihm durch die Steuersenkungen fehlt. Statt diesen Fehler zuzugeben, fährt die Merkel-Regierung im neuen Konjunkturpaket mit Steuersenkungen für Reiche fort und setzt obendrein noch falsche Akzente, indem sie eine halbe Milliarde Euro der Bundeswehr zur Verfügung bestellt, damit diese weitere Rüstungsgüter einkaufen kann.

Alternativ-Vorschlag
Sinnvoller wäre es, die Neuaufnahme von Schulden nur in Zeiten des Aufschwungs zu verbieten, um die Handlungsfähigkeit des Staates bei einem Abschwung zu erhalten (antizyklische Wirtschaftspolitik). Darüberhinaus können die Wiedereinführung der Vermögenssteuer, das Anheben des Spitzensteuersatzes, das Anheben der Erbschaftssteuer für große Vermögen und eine Börsentransaktionssteuer verhindern, daß überhaupt neue Schulden aufgenommen werden müssen. Doch dazu müßte das neoliberale Parteienkartell aus CDU, CSU, FDP, SPD und Grünen endlich die Scheuklappen abwerfen, die dafür sorgen, daß Reiche geschont werden, während es für die meisten Bürger nur bergab geht.

Massiver Widerstand nötig - nur Reiche können sich schwachen Staat leisten
Es ist eine Schande für eine Partei, die sich als sozialdemokratisch bezeichnet, daß ihr Finanzminister einerseits den Banken Milliarden hinterherwirft und gleichzeitig den Staat für all die, die auf sein Funktionieren und seine Leistungen angewiesen sind, zu kastrieren. Wenn die SPD nicht weiter bei Wahlen abstürzen möchte, sollte sie im Parlament dagegen stimmen. Falls der rechte Parteiflügel sich hier durchsetzt, sollte zumindest der verbliebene linke Parteiflügel die Schuldenbremse durchfallen lassen. Ferner sind Demonstrationen und gegebenenfalls auch Massenstreiks notwendig, denn wenn die Schuldenbremse erst ihren Weg in das Grundgesetz gefunden hat, dann ist es völlig egal, wer regiert - es wird nur noch sozial bergab gehen.

Links hierzu:

Chef der Nachrichtenagentur Associated Press (AP): Drohungen vom US-Militär gegen die Presse & 4,7 Milliarden $ Pentagonbudget allein für Propaganda

Fast immer gilt für Vorwürfe der USA an andere Staaten bezüglich mangelnder Demokratie, staatsgelenkter Presse und fehlender Einhaltung von Menschenrechten: zeigt ein Finger auf andere, dann zeigen 3 Finger zurück auf einen selbst.

Damit die Banken ihr verbrecherisches Spiel der Plünderung der USA und des Rests der Welt ungehindert fortsetzen können, müssen sie sicherstellen, daß sich die berechtigte Wut der Bevölkerung nur auf einzelne Sündenböcke richtet, jedoch das im Kern korrupte System dahinter nicht in Frage gestellt wird. Dazu bedarf es einer Medienlandschaft, in welcher die Presse, das Radio und das Fernsehen Halbwahrheiten verbreiten, völlig lügen oder über wichtige Dinge schlicht nicht berichten.

Wie dieser Mechanismus funktioniert, hat nun Tom Curley, der Chef der US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP), anläßlich eines Besuchs in der Universität Kansas offengelegt: der Druck der US-Streitkräfte auf Berichterstatter werde allmählich unerträglich. Hohe Generäle hätten gedroht, daß man „die AP und ihn zerstören wird, wenn er und die Nachrichtenagentur weiterhin auf journalistischen Prinzipien bestehen“.
In dem Zusammenhang ist es erwähnenswert, das seit 2003 elf Journalisten dieser Nachrichtenagentur festgenommen wurden. Laut Tom Curley hat das Pentagon seinen Propaganda-Apparat drastisch expandiert: 4,7 Milliarden US-Dollar stehen trotz drängender sozialer und wirtschaftlicher Probleme im Militärbudget allein für die Verfälschung der öffentlichen Meinung zur Verfügung. 27000 Mitarbeiter kümmern sich ausschließlich um Propaganda. Curley kritisierte zusätzlich, daß bei Anfragen von Journalisten an das Pentagon die Wahrscheinlichkeit, daß sie eine Auskunft erhielten, geringer ist als die Wahrscheinlichkeit, daß im Anschluß an die Anfrage geheimdienstliche Ermittlungen gegen die Journalisten erfolgen. Eines der Propagandawerkzeuge des US-Kriegsministeriums ist es, Webseiten ins Internet zu stellen, die von scheinbar unabhängigen Organisationen stammen.

Allein eine der Informationskriegs-Dienststellen „Joint Hometown News Service“ im früheren Luftwaffenstützpunkt San Antonio / Texas plant für das Jahr 2009, satte 5400 Pressemitteilungen, 3000 Fernsehspots und 1600 Rundfunkinterviews zu produzieren – eine Verdopplung im Vergleich zu 2007. Nur allzu oft übernehmen die drastisch ausgedünnten Zeitungsredaktionen derartig vorbereitete Meldungen und Berichte.

Wer nun aus Deutschland heraus mit einem Finger auf die USA zeigt, sollte bedenken, daß die Bundeswehr laut Spiegel-Online derzeit eine 76-Mann-starke Spezialtruppe aufbaut, deren einziges Arbeitsfeld der Informationskrieg ist. Wer tatsächlich immer noch an eine freie Presse im Westen glaubt, ist der Medienmanipulation bereits aufgesessen.

Links hierzu:

Bonuszahlungen an Bänker trotz größten Verlusten der Geschichte

Es ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten, daß Banken einerseits die Hand aufhalten, um von Staat - und damit vom Steuerzahler - Hilfsgelder zu kassieren für Verluste, die sie selbst zu verantworten haben. Gleichzeitig ist die Dummheit unserer Regierung, sich auf diese Praxis einzulassen, ebenfalls kaum zu steigern. Falls es keine Dummheit ist, dann haben wir eine bankenhörige Regierung, der das Gemeinwohl aller Bürger mehr als gleichgültig ist.

Bürger, nehmt eure Geschicke und die Demokratie selbst in die Hand! Denn Demokratie heißt auf deutsch: "Herrschaft des Volkes".
Es ist Zeit für eine Revolution, denn die Fortsetzung dieses Zustandes ist unerträglich! Wir alle werden um unsere Zukunft betrogen - für Fehler, die wir nicht zu verantworten haben. Die Verantwortlichen hingegen leben weiter in Saus und Braus, sofern wir als Volk weiterhin passiv und lethargisch bleiben!

Link zum Karikaturisten:
Klaus Stuttmann